Frauenmedizin

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PMS- das Prämenstruelle Syndrom

Die Tage vor den Tagen schränken bei vielen Frauen die Lebensqualität ein und rufen erhebliche Symptome hervor: 

Am häufigsten treten Schmerzen auf:
•  Unterleibsschmerzen,
•  Brustspannen oder auch
•  zyklusabhängige Migräne.

Aber auch
•  Wassereinlagerungen (Ödeme) und v.a. psychische Beschwerden wie
•  Stimmungsschwankungen,
•  Ängstlichkeit,
•  depressive Verstimmungen,
•  Konzentrationsstörungen

können einen großen Leidensdruck verursachen. All diese Beschwerden werden durch veränderte Hormonspiegel hervorgerufen (oft durch einen Mangel an Progesteron) und sind somit i. d. R. einfach und nebenwirkungsfrei zu therapieren. 

Kinderwunsch

Beste Startbedingungen für den Nachwuchsbereits in der Schwangerschaft werden die Weichen gestellt. Eine gesunder Lebensstil und eine optimale Versorgung mit Mikronährstoffen sind für einen störungsfreien Schwangerschaftsverlauf, die Geburt und die spätere Entwicklung des Kindes von außerordentlicher Bedeutung. Mikronährstoffe haben auch einen positiven Einfluss auf die Fruchtbarkeit der Frau sowie die Spermienqualität des Partners und können somit die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft signifikant erhöhen. Spezielle Laboranalysen zeigen Mängel auf. Diese werden dann bedarfsgerecht ausgeglichen.

Vor und während eine Schwangerschaft ist nicht nur eine Versorgung mit Folsäure und Jod sinnvoll und notwendig, sondern auch mit Vitamin D3, B12, Calcium, Magnesium, Coenzym Q10, Eisen, Selen u.v.m. Gerade in der Schwangerschaft und Stillzeit besteht ein eindeutiger Mehrbedarf. Omega-3-Fettsäuren, insbes. DHA, fördern die normale Entwicklung von Gehirn und Augen des Fötus und des gestillten Kindes. Diese Kinder haben nachweislich eine bessere Gehirnleistung und verfügen später über eine bessere Konzentrations- und Merkfähigkeit. Das Risiko für heutzutage so häufig auftretende Allergien kann durch Verbesserung des mütterlichen Mikrobioms (Darmflora) deutlich reduziert werden.  

Doppelrolle als Mutter u./o. berufstätige Frau

Der Alltag fordert bei Frauen oftmals seinen Tribut. Viele von ihnen leiden unter Dauerstress und entwickeln körperliche oder psychische Symptome. Stress kann sich auf alle Organe auswirken, vom Reizdarm bis zu Wirbelsäulenbeschwerden oder depressiven Verstimmungen. Gesundheit beginnt in der Zelle. So ist z.B. bekannt, dass Menschen, die sich „gut“ ernähren, weniger an Depressionen erkranken. Selbstverständlich spielt der Lebensstil eine entscheidende Rolle, aber die Stress- Resistenz steigt auch durch eine gute Versorgung mit Makro- und Mikronährstoffen und Hormonen.


Wechseljahresbeschwerden

Alterstypische hormonelle Defizite können (müssen aber nicht) zu erheblichen Beschwerden führen. Entsprechende Symptome dafür können sein:

•  Stimmungsschwankungen (Unruhe, Gereiztheit, Ängstlichkeit bis zu Panikattacken)
•  depressive Phasen
•  Schlafprobleme
•  Hitzewallungen, tagsüber und nachts
•  Gewichtszunahme
•  Wassereinlagerungen
•  Blutdruckerhöhung
•  Libidomangel
•  Leistungsknick
•  Faltenbildung
•  Inkontinenz
•  Gelenkbeschwerden
•  Abnahme der Knochendichte (objektivierbar durch die sog. DXA-Messung)

In der beginnenden Menopause lässt als Erstes die Progesteronbildung nach (dadurch entsteht eine relative Östrogendominanz). Deshalb sollte in dieser Phase zunächst bioidentisches Progesteron transdermal als Liposomengel oder oral als Kapsel gegeben werden. Die Dosis wird individuell festgelegt. Im weiteren Verlauf verringert sich dann auch die Östrogensekretion. Dann wird eine kurzzeitige und später kontinuierliche Östrogengabe transdermal (d.h. als Gel) erforderlich (die orale Einnahme als Kapsel wird auf Grund der Belastung der Leber - im Gegensatz zu Progesteron- nicht empfohlen). 

Hormone und Krebsrisiko
In dieser hormonellen Umstellungsphase treten gehäuft bösartige gynäkologische Tumore auf: Eierstock- und Brustkrebs. Befürchtungen, dass eine Hormonersatztherapie (HET oder engl. HRT) dieses Krebsrisiko steigert, haben sich als vollkommen unbegründet erwiesen - vermutlich ist das Gegenteil der Fall. Sie beruhen auf einer in früheren Jahren „falschen“ Anwerdung der HRT. Es wurden synthetische Hormone eingesetzt, die viel zu hoch dosiert waren. Die Hormonspiegel wurden damals nie gemessen. In meiner Praxis ist die Dosierungskontrolle bei sämtlichen Hormongaben selbstverständlich und zur individuellen Dosisfindung auch notwendig.  

 

Prävention von hormonabhängigen Tumoren (Brust- und Eierstock- Krebs)

Vorbeugen ist besser als Nachsorgen!
Abbau von Übergewicht (Bauchfett!), eine pflanzenbetonte Ernährung und eine optimale Versorgung mit Mikronährstoffen (Vitamin D3, Coenzym Q10, Selen etc.) kann das Krebsrisiko deutlich verringern. Auch Abbauprodukte des Östrogenstoffwechsels scheinen bei der Entstehung östrogenabhängiger Tumorerkrankungen eine entscheidende Rolle zu spielen. Es können „gefährliche“ oder „ungefährliche“ sog. Metabolite entstehen. Die Messung erfolgt im Urin. Werden vermehrt „gefährliche“ Östrogenabbauprodukte gebildet, können diätetische Maßnahmen und die Gabe pflanzlicher Stoffe zu einer Reduzierung des Langzeitrisikos führen. 

 

Better-Aging

Hormone sind unsere wichtigsten Botenstoffe. Sie sind entscheidend an unserer körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit beteiligt, sie haben Einfluss auf Immunsystem, Psyche, Stoffwechsel und Stress-Resistenz. Sowohl in der Prävention als auch in der Therapie von altersbedingtem Leistungseinbruch ist es sinnvoll, bei nachgewiesenem Mangel bio-identische Hormone zu substituieren. Richtig angewendet, verbessern Hormone unsere Lebensqualität und tragen dazu bei, vitaler zu altern.