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Rheuma - Rheumatologie
Rheuma ist ein häufig verwendeter Begriff. Oft werden ganz
unterschiedliche Erkrankungen damit bezeichnet. Abgeleitet
ist der Begriff vom griechischen “ῥέος” (Rheo) = ich fließe
und meint das Zerfließen bzw. Dahinschmelzen und Zerfallen
der unbehandelten Gelenke.
Der Rheumatologe in Deutschland - im angelsächsischen
Ausland und auch in weiten Teilen Kontinentaleuropas ist das
anders und der Begriff wird dort sehr viel weiter gefasst - sieht seine Kernkompetenz in der Behandlung
entzündlich rheumatischer Erkrankungen, bei denen es zu einer Fehlsteuerung der Körperabwehr
gekommen ist und bei denen sich die Körperabwehr gegen eigenes Gewebe insbesondere gegen eigene
Schleimhäute und gegen eigenes Bindegewebe wendet.
Rheuma betrifft also nicht nur die Gelenke, sondern auch und teilweise vor allem die inneren Organe. Noch
vor wenigen Jahrzehnten lag die Lebenserwartung von Patienten mit Rheumatoider Arthritis (alte Bezeich-
nung: Primär chronische Polyarthritis oder auch chronische Polyarthritis) mehr als zehn Jahre unter der
Lebenserwartung der Vergleichsgruppe. Dank moderner potenter Medikamente hat sich das grundlegend
geändert, zumindest wenn diese Medikamente rechtzeitig und konsequent eingesetzt werden.
Das Hauptproblem in der Rheumatologie ist die Diagnostik und das Abgrenzen nicht rheumatisch
entzündlicher Gelenkerkrankungen. Im Gegensatz zu der verbreiteten Meinung mit einem "Rheumatest" im
Labor wäre das zu erreichen, ist eine ausführliche wiederholte klinische Untersuchung über einen längeren
Verlauf hin notwendig, um die Situation des Patienten zu erfassen. Grenzfälle sind häufig und die
Therapiechancen sind zu Beginn der Erkrankung am höchsten.
"Rheuma" ist also durchaus eine Herausforderung, der wir uns aber gerne stellen.
l Rheuma
Schlagworte
Stütz- und Bewegungsapparat
Rheumatismus
rheumatische Erkrankung
Polyarthritis
Rheuma
reißender Schmerz