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Nahrungsmittelunverträglichkeiten
– häufig nicht erkannt
Etwa 10 Prozent unserer Bevölkerung reagieren auf bestimmte
Nahrungsmittel wie Kuhmilch, Eier, Nüsse, Getreide, Fleisch, Fisch und
Steinobst mit Unverträglichkeiten. Direkte Beschwerden unmittelbar nach
dem Essen treten nur bei ca. 5 Prozent der Betroffenen auf – die meisten
Reaktionen auf unverträgliche Lebensmittel erfolgen erst 8 bis 72 Stunden
später. Deshalb bleiben die Ursachen der Beschwerden oft unerkannt.
Folgende Beschwerden können durch unverträgliche Nahrungsmittel
hervorgerufen werden:
Akute Beschwerden direkt nach dem Essen und von kurzer Dauer:
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Hautausschlag
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Schnupfen
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Asthma
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Blähungen
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Durchfall
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Erbrechen
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Herz-Kreislauf-Probleme
Chronische Beschwerden Stunden bis Tage nach dem Essen und von langer Dauer:
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Ekzeme
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Darmschleimhautentzündungen
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Muskel- und Gelenkbeschwerden
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Müdigkeit
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Leistungsschwäche
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Migräne
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Depressionen
Bei Kindern treten direkt nach der Nahrungsaufnahme meist heftige Symptome - vorzugsweise an der Haut -
auf. Erwachsene dagegen leiden seltener an akuten Beschwerden.
Spezifische Bluttests können Aufschluss über Nahrungsmittelunverträglichkeiten geben. Anhand einer
Stuhlprobe lässt sich feststellen, ob eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut vorliegt. Dadurch
können Nahrungsbestandteile unverdaut vom Darm ins Blut gelangen. Dort bekämpft das Abwehrsystem des
Körpers die fremden „Eindringlinge“.
An diesem Prozess sind entweder IgE- oder IgG4-Antikörper (AK) beteiligt. Während IgE-AK äußerst heftige
Reaktionen kurz nach Nahrungsaufnahme herbeiführen, sorgen IgG4-AK für weniger starke und bedrohliche
Beschwerden.
Die Therapie besteht in einer (zeitlich begrenzten) Nahrungsmittelkarenz und einer sog. Darmsanierung.
Zusätzliche Unterstützung bieten die orthomolekulare Medizin, die TCM und die Phytotherapie.