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Arthrose
Bedeutet wörtlich übersetzt nicht mehr als Erkrankung eines
Gelenkes. In der Regel wird der Begriff aber verwendet für die
idiopathische Arthrose, also eine Gelenkerkrankung, die
zwar sehr häufig ist, die primär den Knorpel betrifft, deren
Ursache aber nach derzeitigem Stand der Wissenschaft unklar
ist. Der Gelenkknorpel ist ein Stoßdämpfer, der sich aus einer
Quellsubstanz und einem dreidimensionalem Netz, welches
diese Quellsubstanz an Ort und Stelle hält und auch vorspannt,
zusammensetzt. Wird eine solche Faser im Rahmen des
Verschleißes durchgescheuert, kann Quellsubstanz entweichen.
Die Vorspannung und damit die Belastbarkeit wird geringer. Durch eine verminderte Belastbarkeit entsteht
Abrieb und Verschleiß am Gelenkknorpel, wobei diese Vorgänge dann wiederum den Knorpelstoffwechsel
negativ beeinflussen und eine umso mehr verminderte Belastbarkeit bedingen. Eine Abwärtsspirale beginnt.
Der Knorpel hat keine eigene Durchblutung, er wird über beständiges Durchwalken bei der Bewegung mit
Gelenkflüssigkeit durchströmt und ernährt. Ruhe bedeutet für den "Knorpelkreislauf" dasselbe wie ein
Herzstillstand für den übrigen Organismus!
Damit liegt die Bedeutung von regelmäßiger, möglichst unbelasteter Bewegung für die Gelenke und
insbesondere für arthrotisch veränderte Gelenke auf der Hand!
Es ist auch völlig klar, dass ursächlich angreifende Verfahren in der Regel direkt an der Gelenkflüssigkeit oder
an Knorpel selbst ansetzen müssen.
Soviel kann grundlegend gesagt werden: Die je nach Lokalisation, Ausprägung und Gesamtsituation des
Patienten abgestimmten Therapiekonzepte bleiben naturgemäß einer persönlichen Beratung vorbehalten.