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Für Sie gelesen:
Bei Kindern: Warnung vor Paracetamol
Paracetamol galt bisher als das sicherste
Schmerzmittel in der Schwangerschaft. Neue
Studien zeigen jedoch einen möglichen
Zusammenhang zwischen dem Kontakt des
Kindes mit Paracetamol vor der Geburt und
späterem erhöhten Asthmarisiko. Vor der
Einnahme von Paracetamol in der Schwanger-
schaft wird daher abgeraten. Die Ergebnisse
der ISAAC, einer weltweiten Langzeitstudie zu
Asthma und Allergien, bei der 2 Millionen Kinder und Jugendliche in 106 Ländern seit 1991 untersucht
wurden, geben Hinweise darauf, dass die Einnahme von Paracetamol in früher Kindheit zur Entwicklung
von Allergien beitragen kann.
(aus: Naturarzt 10/2011)
Beta-Blocker verlängern Überleben bei Malignem Melanom
In einer Auswertung des Dänischen Krebsregisters hatten Melanompatienten, die bei Diagnosestellung
Betablocker erhielten, eine um 19 Prozent bessere Überlebenschance als Melanompatienten ohne diese
Form der Blutdrucktherapie. Die Erklärung: Adrenalin und Noradrenalin fördern das Tumorwachstum,
und offenbar wird über eine Hemmung ihrer Rezeptoren die Tumorprogression gebremst. Klinische
Studien sollen nun mehr Evidenz liefern.
(aus: Privatarzt 11/2011)
Fragwürdige Bilddiagnosen
Sechs Millionen Bundesbürger lassen sich jedes Jahr für eine Magnetresonanztherapie (MRT) in die
Röhre schieben und weitere fünf Millionen per Computertomografie (CT) durchleuchten. Die
aufwändigen Diagnosebilder kommen immer mehr in Mode.
Bei der Zahl der MRT-Untersuchungen liegt Deutschland weltweit an der Spitze. Je mehr Geräte es gibt,
desto häufiger werden sie offenbar benutzt. Mittlerweile kostet die massenweise Anwendung dieser
Hochtechnologie fast zwei Milliarden Euro im Jahr. Doch der medizinische Nutzen ist zweifelhaft.
"Bei weniger als 50% der Bilder werden sinnvolle Konsequenzen für die Therapie gezogen", meint Prof.
Friedrich Wilhelm Schwartz, Autor einer neuen Studie über Computer- und Kernspintomografie. Häufig
würden die teuren Diagnosebilder gar nicht oder falsch bewertet.
Die Experten weisen auch auf mögliche Gesundheitsgefahren hin. Insbesondere die CT-Röntgenunter-
suchungen erhöhen die lebenslange Strahlenbelastung der Patienten. Eine einzelne CT kann die
Strahlendosis erreichen, die ein Mensch ansonsten im Lauf von 10 Jahren aufnimmt.
Die Folgen dieser steigenden Strahlenbelastung: Das Bundesamt für Strahlenschutz spricht von 2000
Krebserkrankungen und 1500 Krebstodesfällen pro Jahr, die durch Röntgendiagnostik verursacht
werden. Andere Schätzungen gehen sogar von bis zu 20.000 Krebsfällen aus, die fatalerweise dadurch
verursacht werden, dass man Krankheiten aufspüren und heilen will.
aus: Securvital 8 und 9/11
Kommentar: Hinterfragen Sie als Patient(in) jede Röntgen- oder MRT-Untersuchung nach ihrer
therapeutischen Konsequenz, d.h. macht der Arzt seine Behandlung vom Ergebnis der Untersuchung
abhängig oder wird - nur mal so - eine sehr teure und belastende Diagnostik veranlasst.